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Optimales Scannen

Vorallem das Scannen von gedruckten Bildern führt wegen des Druckrasters häufig zu Problemen. Ein optimales Ergebnis beim Einscannen von Rastervorlagen (Bücher, Zeitschriften etc) erhalten Sie mit Photoshop so:

  1. Einscannen mit hoher Auflösung und Farbtiefe (600dpi, 24 bit), so dass der Druckraster vollständig aufgelöst wird. Dadurch wird die komplette Bildinformation zur weiteren Verarbeitung verfügbar.

    Tipps:
    - Keine Schärfung durch die Scannersoftware vornehmen, die im Photoshop eingebauten Funktionen sind qualitativ bedeutend besser!
    - Ein alter Trick: Wenn die Schrift bei dünnem Papier durchscheint, hilft ein dahinter gelegtes schwarzes Papier. Dies ergibt einen gewissen Grauschleier, der aber beim Einstellen des Tonwertbereichs wieder verschwindet.


  2. Entfernen des Druckrasters mit der Funktion "Filter-Gauss'scher Weichzeichner". Gehen Sie an die Grenze, bei der der Raster überall verschwindet. Sie erkennen dies daran, dass keine diagonalen Linien mehr sichtbar sind. Geben Sie dann noch 0.1-0.2 Pixel zusätzlich als Reserve.



  3. Verkleinern des Bildes in 90% Schritten auf seine endgültige Grösse. Dies bringt vor allem bei scharfen Linien eine bessere Schärfe als eine direkte Verkleinerung auf die Zielauflösung.

  4. Einstellen der Tonwertbereichs mit "Bild-Einstellen-Tonwertkorrektur", um aus Hellgrau Weiss zu machen, und den Tonwertbereich von Weiss bis Schwarz komplett zu benutzen.

    Tipp: Das weisse Papier taucht im Histogramm meist in Form eines "Turms" auf der rechten Seite auf. Stellen Sie den Weissregler an den linken Rand dieses Turms, um den hässlichen grauen Schleier beim Ausdrucken zu vermeiden.



  5. Kontrastverstärkung mit der Funktion "Filter-Scharfzeichnen-Unscharf maskieren".

  6. Speichern im richtigen Bildformat: Wenn Sie das Bild sicher(!?) nicht mehr verändern möchten, können Sie es als platzsparende JPEG Datei archivieren. Im Zweifelsfall benützen Sie besser das TIF Format (mit LZW Kompression). Das braucht zwar mehr Platz, dafür können Sie die Datei später beliebig oft in der Bildbearbeitung verändern.

    Vorsicht: JPEG Dateien verlieren bei jedem Speichervorgang Informationen, was man erst merkt, wenn das Bild unrettbar verdorben ist!

 

© B.Brunner 2002-2008

 

Letzte Änderung: 27.02.2003

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