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Der leise PC
Parallel zur Leistungssteigerung sind die PCs lauter geworden. Dies ist
vor allem dadurch bedingt, dass moderne Prozessoren wie Intel Pentium
IV oder AMD Athlon bei voller Rechenbelastung 50 Watt und mehr an elektrischer
Leistung in Wärme umwandeln. Die Lüfter, die die Wärmeentwicklung
des Prozessors und der anderen Systemkomponenten abführen, sind zu
einem grossen Teil für den störenden Lärm verantwortlich.
Nachfolgend einige praktische Tipps, wie man zu einem leisen PC kommt.
Kühlung garantieren
Beim allen Massnahmen darf die Stabilität des Systems nicht vergessen
werden. Beim Überschreiten der folgenden Maximalwerte ist mit Systemabstürzen
und reduzierter Lebensdauer zu rechnen. Abstürze und Ausfälle
geschiehen meist nicht sofort, sondern in der Regel nach einiger Zeit,
vorzugsweise bei heissem Wetter.
| |
Empfohlen |
Maximalwert |
| Gehäuse |
35°C |
40°C |
| Prozessor |
50° (Pentium 4) |
60°C (Pentium 4)
70°(Athlon?)
|
| Harddisk |
35-40° |
50°
Halbierte Zuverlässigkeit gegenüber 40°!
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Tipps für eine effektive Kühlung
Ich habe die besten Erfahrungen bei meinem PC (Silentmax Gehäuse
Pentium 4/3GHz, Radeon 5600, 1GB RAM) mit folgenden Massnahmen gemacht:
- Die Kühlluft strömt vorne unten am Gehäuse ein, und
hinten oben aus.
- Die Harddisk (WD Raptor 740GD SATA, Maxtor SY160G0) sind in einem
separaten 3,5" Käfig für eingebaut, der direkt auf dem
Gehäuseboden, direkt vor dem Ggehäuselüfter steht. Die
Temperatur der Raptorplatte ist dadurch von inakzeptablen 55° auf
35° gesunken.
- Ein Gehäuselüfter vorne bläst Frischluft ins Chassis.
Er ist am Chassisfan Anschluss des Mainboards angeschlossen und wird
von Speedfan geregelt. Dieser Lüfter läuft im Normalbetrieb
mit minimaler Drehzahl, also unhörbar.
- Ein Gehäuselüfter hinten saugt Warmluft aus dem Chassis
ab. Er ist mit einem Potentiometer fix eingestellt, so dass kein Lärm
entsteht. Bringt trotzdem für die Kühlung der Gehäuseluft
sehr viel!
- Der Prozessorlüfter ist am regelbaren Mainboardanschluss. Er
dreht normalerweise ebenfalls auf minimaler Drehzahl.
- Noiseblocker Netzteil mit 2 Lüftern und automatischer Drehzahlregelung.
Ein gutes und leises Netzteil. Allerdings reichte die Kühlleistung
nicht für das gesamte System, erst mit dem hinteren Gehäuselüfter
war das System schön kühl.
Lärmentstehung vermeiden: Qualität
Ein Billig-PC ist praktisch nicht mehr zu dämpfen. Am besten achtet
man bereits beim Einkauf bzw. bei der Zusammenstellung auf hochqualitative
Komponenten. Bei folgenden Komponenten lohnt es sich, etwas mehr auszugeben:
| |
StandardPC |
Empfehlung |
| Netzteil |
Billignetzteil |
Qualitätsnetzteil, z.B. Enermax
oder Noiseblocker |
| Gehäuse |
Billiggehäuse
scharfkantig, klappert |
Günstig: Viper
Edel: Compucase, Chieftec, Coolermaster, Noiseblocker, Silentmaxx |
| Mainboard |
Billigmainboard mit schlechter Ausstattung. Temperaturregelung meist
nicht möglich |
Qualitätsmainboard, ist stabil und hat eine gute Ausstattung,
auch für eine Temperaturregelung
Empfehlenswert: Asus, Gigabyte, MSI etc.
Aktuelle Tests: www.tomshardware.com |
| CPU Cooler |
Mitgelieferter Lüfter, z.B. Boxversion von Pentium 4. Kühlung ok,
aber sehr laut |
Gute, leise Hochleistungslüfter:
- Arctic Freezer 4

- Noiseblocker Gladiator P4A Silent

Nicht empfehlenswert sind nach meiner Erfahrung Lüfter, die
mit Plastikklammern statt mit Metallklammern (wie obige Modelle)
befestigt werden.
Ich habe folgende Erfahrung beim Silentmaxx CoolFlow gemacht: Die
Kühlleistung ist anfangs gut, lässt aber nach wenigen
Monaten nach, weil der Plastic in der warmen Umgebung schlapp wird,
und damit er Anpressdruck nachlässt.
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Lüfterregelung
Gut ausgestattete Mainboards (z.B. ASUS) haben nicht nur mehrere Temperatursensoren,
sondern auch die Möglichkeit, die Lüfterdrehzahl softwaremässig
zu steuern.
Die Freeware Speedfan erlaubt es, einen gleichzeitig sehr leisen bzw.
unhörbaren, bei Last aber trotzdem kühlen PC zu betreiben. Man
kann für die Sensoren eine gewünschte Temperatur vorgeben, und
den zu steuernden Lüfter damit verknüpfen. Steigt nun z.B. die
Mainboardtemperatur, so wird der Gehäuselüfter hochgefahren
usw.
Tipps für die Einstellung von Speedfan:
- Die Lüfter und Sensoren am besten bei offenem Gehäuse identifizieren:
einen Lüfter runterdrehen und schauen was reagiert.
Vorsicht bei Athlon Prozessoren: ohne Kühlung kann der Prozessor
zerstört werden. Beim Pentium wird demgegenüber einfach im
Notfall der Takt reduziert.
- Feststellen, bei welcher Minimalstellung jeder Lüfter noch zuverlässig
dreht. Es ist nicht empfehlenswert, Lüfter ganz auszuschalten,
da ein Wärmestau entsteht, und die Regelung dann dauernd den Lüfter
ein und wieder ausschaltet.Das dauernde Ein- und Ausschalten ist störender
als ein dauernd flüsternder Lüfter.
- Um volle Prozessorlast zu erzeugen, eignet sich der Windows Taschenrechner
(CALC). Bei der Berechnung von 1000000! ist der Prozessor für längere
Zeit ausgelastet (die bald entstehende Messagebox kann stehen bleiben).
Es gibt auch Software, die dasselbe macht (z.B. cpuburn)...
Hier das Ergebnis während normaler Arbeit am PC. Die Lüfter
sind auf minimale Drehzahl geregelt, trotzdem ist das System sehr schön
kühl. Bei hoher Last fahren die Lüfter langsam hoch, was aber
nicht stört während man intensiv am Arbeiten ist.

Speedfan homepage
Download
Lärm dämpfen
Den verbleibenden Lärm kann man mit Spezialgehäusen (z.B. Silentmaxx)
oder durch Einbau von Schaumstoffmatten bekämpfen.
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